Prioritäten setzen für mehr Lebensqualität im Alltag

Wer jetzt einen Artikel erwartet, wie wichtig gesundes Essen, ausreichend Schlaf und genügend Bewegung sind, den darf ich an dieser Stelle enttäuschen. Vielleicht später einmal.
Wir haben Ende August. Der Herbst steht schon in den Startlöchern. Daran erinnern mich nicht nur die schon früher einsetzende Dunkelheit mit den kühleren Temperaturen, sondern auch die Wildgänse, welche sich sammeln und ihre Flugformationen üben für ihre Reise in den Süden. Morgens ziehen Nebelschwaden ihre Kreise auf den abgeernteten Feldern.
Um so mehr zieht es mich nach draußen. Noch einmal den Sonnenuntergang genießen. Dabei ist es nicht so einfach, rechtzeitig nach der Praxis noch die Promenade zu erreichen.
So viel sei verraten, auch im Herbst und Winter sind die Sonnenuntergänge zauberhaft. Oft aber viel zu früh und meistens ist es für meine Fellnasen auch zu kalt, um fasziniert die Farbenpracht in sich aufzusaugen.
Was heißt - grad in diesen Tagen übe ich Prioritäten setzen. Büro, Fenster putzen, Großputz werden kurzerhand auf kühle, regnerische Tage verschoben. Der Haushalt ist da geduldig. Das weiß ich aus Erfahrung.

Und wenn es spät ist, die Sonne scheint, heißt es für die Fellnasen, keine Zeit zum Mäuse jagen, wenig zum Zeitung lesen oder Annoncen aufgeben bzw. beantworten. Erst wenn wir das Wasser sehen, der Wind uns durchpustet, genießen wir die Pause am Bootssteg. Halten inne, hören den Möwen und plätschernden Wellen zu, lauschen der Musik von den Cafes am Strand, bevor wir uns langsam wieder auf dem Heimweg machen. Natürlich mit Zeit zum Zeitung lesen und Neuigkeiten austauschen für die Fellnasen.
Es hat lange gedauert, bis ich es verstanden habe. Prioritäten setzen, sich für das Leben und den Moment entscheiden, stärkt unsere innere Zufriedenheit, hält die vitale Balance im Gleichgewicht für mehr Lebensqualität im Alltag. Und das Verrückte ist, wenn wir mehr Spaß haben im Leben, klappt es auch mit den Pflichten besser. Viel Spaß beim Ausprobieren.
